1750 Kastrationen für die Katzenhilfe”
Wenn das weiße Vereinsauto von der Guxhagener Katzenhilfe vor der Tierarztpraxis von Regina Korthaus in Melsungen steht, dann ist meistens wieder Kastrationszeit angesagt. Dann werden die eingefangenen, frei lebenden Katzen und Kater kastriert. Dabei setzt der Guxhagener Verein auf drei Schwerpunktprogramme:
  • ganzjährige Kastration von Katzen und Katern durch die Guxhagener Katzenhilfe
  • jährliche Kastrationsaktion im Spätherbst eines jeden Jahres zum Tierschutzrabatt im Altkreis Melsungen
  • Aktion Kitty – die Aktion, die von aktion tier – menschen für tiere e. V. unterstützt wird, in der frei- und wildlebende Katzen und Kater kastriert werden.
Seit vielen Jahren begleitet Regina Korthaus die Arbeit der Tierschützer. Und so ist es auch verständlich, dass dann Zahlen zustande kommen, die für sich sprechen. Eintausendsiebenhundertundfünfzig Kastrationen führte Regina Korthaus in den letzten zehn Jahren im Auftrag der Katzenhilfe durch. Ein Grund, dass die 1. Vorsitzende einmal ohne Katzen die Tierarztpraxis aufsuchte, um Regina Korthaus einfach Danke zu sagen. Überreicht wurden eine Urkunde und eine Fotocollage, die, so die geehrte Tierärztin, einen Ehrenplatz im Wartezimmer erhalten soll.

Regina Korthaus (re.) und Johanna Büchling (li.)

Tierärztin Regina Korhaus (re.) erhält von der 1. Vorsitzenden der Guxhagener Katzenhilfe Johanna Büchling (li.) die Urkunde zur 1750. Kastration.
Einig, in der Beurteilung der vielen Streuner-, Strassen- und Bauernhofkatzen, zeigten sich Regina Korthaus und Johanna Büchling – es gibt zu viele Katzen. Auch wenn in den vergangenen Jahren massenhaft Katzen in unserer Region kastriert wurden, so leben noch unzählige von ihnen auf den Strassen als Streuner. Nach Schätzungen von den großen Tierschutzorganisationen leben in der BRD immer noch weit über 3 Mill. Katzen auf unseren Strassen, in stillgelegten Fabrikhallen, verlassenen oder verfallenen Häusern, Gartenlauben, an Kliniken, auf Friedhöfen oder auf Kasernengeländen. Nach einer Erhebung von „aktion tier“ – eine der größten Tierschutzorganisationen in Deutschland – leben im Schwalm-Eder-Kreis zwischen rund 1.750 und 2.800 verwilderte Hauskatzen. Was die Straßenkatzenproblematik in Deutschland betrifft, herrschen ähnliche Zustände wie man sie von den Straßenhunden in Süd- und Osteuropa kennt. Nur, dass die Straßen- und Streunerkatzen in Deutschland versteckt auf Bauernhöfen, in Kellern, Hinterhöfen oder Fabrikkasernen leben.
Regina Korthaus und Johanna Büchling von der Guxhagener Katzenhilfe fordern, dass zum Zwecke der Gefahrenabwehr weitergehende ordnungsrechtliche Maßnahmen getroffen werden müssten. Durch hohe Populationsdichten treten vermehrt Probleme auf! Für das Tier, für den Mensch und für die Umwelt: Ignoranz und Willkür sind Multiplikatoren für das Leid auf unseren Straßen! Hier sind die Landesinnenministerien, sowie die Aufsichtsbehörden gefordert. Fütterungsverbote sind rechtlich nicht haltbar, weiterhin sind sie ein Multiplikator für das Leid. Vielerorts werden bedingt durch ordnungsbehördliches Fehlverhalten Brennpunkte hergestellt, die nicht mehr duldbar sind. Es ist nicht mehr hinzunehmen, dass die Persönlichkeitsrechte der ordentlichen Tierhalter durch das gesamtgesellschaftliche Versagen erheblich verletzt werden. Wir brauchen Schutz für Mensch und Tier! Darum benötigen wir die Katzenschutzverordnung. Die Umsetzung des Paderborner Modells, was vehement die Guxhagener Katzenhilfe fordert, sollte auch in unserer Region umgesetzt werden.
 Wer die Arbeit des Vereins unterstützen will, kann dies mit seiner Spende auf das Kto. bei der Kreissparkasse Schwalm – Eder (BLZ 52052154) Konto Nr. 42001115der Guxhagener Katzenhilfe.
 
Februar 2012
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