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Die Moral und das Ei!

Bei den Legehennenhaltern, die ihre Arbeitstiere jetzt in Kleinvolieren sperren – hat sich nach meiner Auffassung für die armen Tiere nicht viel geändert. Raus aus dem Käfig rein in die Voliere. Am 1. Januar 2009 hat diese Kleingruppenhaltung in Kleinvolieren als ausgestaltete Käfige bundesweit die umstrittene Käfigbatterie der konventionellen Legehennenhaltung – herkömmlich als Legebatterien bekannt – abgelöst. Für die Abschaffung der Käfighaltung haben Tierschützer Jahrzehnte lang gestritten. Doch was heraus kam, gleicht einem Schwarzenbörner Streich, die Kleinvoliere löst die Käfighaltung ab, doch geändert hat sich nicht viel. Hier kann man klar erkennen, dass für die Legehennenhalter erst das Ei kommt und dann die Moral! Für mich steht erst die Moral – dann kommt das Ei.

Darum kritisieren Tierschützer auch diese neue Haltungsform, weil diese Haltungsform das Los der Legehennen, wenn überhaupt, nur unwesentlich verbessert. Meist in meterlangen Reihen stehen hier Gitterkonstruktionen aus Metall in drei Etagen übereinander. Jedes Stockwerk ist unterteilt in abgetrennte Käfigvolieren, in denen dutzende von Hühnern umherwuseln. Jedes der 40 Tiere hat im Schnitt so viel Platz wie auf zwei DIN-A-4-Seiten. Das ist in etwa doppelt so viel wie zuvor in den Käfigen der umstrittenen Legebatterien.

Auch der Handel scheint nicht von dieser Gruppenhaltung in Kleinvolieren überzeugt zu sein. Denn viele Lebensmittelketten haben angekündigt oder es bereits umgesetzt, keine Eier aus der Käfighaltung mehr zu verkaufen, auch nicht aus der neuen Kleingruppenhaltung. Der Handel folgt damit dem Wunsch vieler Verbraucher, denn die kaufen zunehmend Eier von Hühnern in Boden- oder Freilandhaltung. Größere Handelsunternehmen wie Aldi und Edeka Südwest haben reagiert und bieten keine Eier aus  Kleingruppen-Käfigen an. Dies hat den Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft in Argumentationsnot gebracht. Die Geflügelwirtschaft versucht nun den beschönigend Kleingruppenhaltung genannten Käfig-Typ als eine tiergerechte Haltung darzustellen und greift die Handelsunternehmen an, sie würden die Verbraucher bevormunden. Dies klang auch als Argument von Herrn Hans-Joachim Häde im Bericht hervor.

Wenn der Handel in dieser Art und Weise, hin zur tierfreundlichen Eierproduktion,  reagiert, so folgt er kaum der alten kaufmännischen Geflogenheit – das Angebot wird durch die Nachfrage bestimmt und nicht umgekehrt.

Weitere Ausführungen zu den verschiedenen Haltungsformen möchte ich mir hier ersparen und verweise auf – http://www.eier-deklaration.de/html/stalle_boden-_und_auslaufhaltu.html – außerdem erfährt man unter http://de.was-steht-auf-dem-ei.de/de/  mehr über sein Frühstücksei und aus welchem Betrieb es stammt.

Wissenswertes über das Ei!

Legehennenhaltung in der BRD

Ca.40 Millionen Hennenhaltungsplätze gibt es bei uns in Deutschland – davon 2/3 (62%) in Legebatterien, 21,6 % in Bodenhaltung, 11% in Freiland und 5 % in Ökohaltung lt. Statistisches Bundesamt in einem Bericht für das Jahr 2008

Haltungsform
Die jeweiligen Haltungsformen der Legehennen müssen bei Eiern der Güteklasse A angegeben werden. Dabei sind folgende Bezeichnungen zulässig, wenn die entsprechenden Mindestanforderungen erfüllt werden:

Ziffer Haltungsform
0 - Bio
1 - Freiland
2 - Bodenhaltung
3 - Käfighaltung

Herkunftsland (Code des Registrierungsmitgliedstaats)
zwei Buchstaben für den Mitgliedstaat, z. B.:

AT - Österreich   IE - Irland
BE - Belgien   LV - Lettland
CZ - Tschechische Republik   LT - Litauen
CY - Zypern   LU - Luxemburg
DE - Deutschland   MT - Malta
DK - Dänemark   NL - Niederlande
EE - Estland   PL - Polen
ES - Spanien   PT - Portugal
FI - Finnland   SE - Schweden
FR - Frankreich   SK - Slowakei
GR - Griechenland   SI - Slowenien
HU - Ungarn   UK - Vereinigtes Königreich
IT - Italien      

 Legebetriebsnummer – z.B. 05123467

Jeder Mitgliedstaat hat ein System eingerichtet, mit dessen Hilfe den zu registrierenden Betrieben eine individuelle Nummer zugewiesen wird. Es können weitere Stellen angefügt werden, um einzelne Bestände/Ställe zu identifizieren. In Deutschland besteht die Legebetriebsnummer aus dem Bundesland (die beiden ersten Stellen), den Betrieb (die dritte bis sechste Stelle) und den Stall (siebte Stelle) identifiziert.

Die ersten 2 Stellen der Betriebsnummer kennzeichnen in Deutschland das Bundesland:
01 – Schleswig-Holstein
02 – Hamburg
03 – Niedersachsen
04 – Bremen
05 – Nordrhein-Westfalen
06 – Hessen
07 – Rheinland-Pfalz
08 – Baden-Württemberg
09 – Bayern
10 – Saarland
11 – Berlin
12 – Brandenburg
13 – Mecklenburg-Vorpommern
14 – Sachsen
15 – Sachsen-Anhalt
16 – Thüringen

Wenn Ihr bei diesem System genau wissen wollt woher das Ei kommt, schaut doch mal hier rein: www.was-steht-auf-dem-ei.de

Quellenhinweis: Was steht auf dem Ei

Freilandhühner

Freilandhühner



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